Advisory Board 2017


HIGHLIGHTS 2017

Steigende Komplexität und Unübersichtlichkeit im Business – Gute Entscheidungen unter Unsicherheit brauchen Kopf und Bauch

Prof. Dr. Wolfgang Gaissmaier (*1977) erforscht menschliches Entscheiden als Professor für Sozialpsychologie und Entscheidungsforschung an der Universität Konstanz. Promoviert (2007, Freie Universität Berlin) und habilitiert (2013, Universität Heidelberg) hat er über seine Forschung dazu am Berliner Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, wo er zuletzt leitender Wissenschaftler des Harding Zentrums für Risikokompetenz war. Er wurde u.a. mit der Otto-Hahn-Medaille der Max-Planck-Gesellschaft für herausragende wissenschaftliche Leistungen ausgezeichnet.

In der gemeinsamen Closing Keynote mit den Teilnehmern der 5. Corporate Risk Minds 2017 hinterfragt Prof. Gaissmaier die Herausforderungen steigender Komplexität und Unübersichtlichkeit im Business. Gute Entscheidungen unter Unsicherheit brauchen Kopf und Bauch! In einer komplexen, unsicheren Welt führen gute Intuitionen und einfache Entscheidungsregeln zu mehr Erfolg als komplexe statistische Modelle. Erfahrene Führungskräfte wissen, welche Informationen sie ignorieren müssen und nehmen ihre Intuition ernst, ohne sich blind auf sie zu verlassen. Prof. Gaissmaier geht mit Ihnen folgender Frage nach: Komplexität, Unsicherheit und Intuition - Was bewegt Menschen dazu, Entscheidungen zu treffen, wohl wissend dass diese gegen Regeln verstoßen, gegebenenfalls sogar einen Straftatbestand bedeuten?

“Skandal!“ Skandal? - Auswirkungen von Unternehmensvorfällen auf Compliance, insbesondere im Rahmen von M&A Transaktionen.

Kerstin Waltenberg hat in ihrer bisherigen beruflichen Laufbahn als Rechtsanwältin vornehmlich in der Automobilindustrie das Compliance Management mit Schwerpunkt M&A verantwortet.

Kerstin Waltenberg stellt sich (und Ihnen) die Frage: “Skandal!“ Skandal? – Welche Auswirkungen haben Unternehmensvorfälle auf Compliance, insbesondere im Rahmen von M&A Transaktionen?
Aus ihrer Erfahrung heraus berichtet Frau Waltenberg über die best practices in Bezug auf Auswertung von und Umgang mit Medieninformationen zu Compliance-Vorfällen und nach welchen Kriterien sie die Teams zur Durchführung einer digitalen Due Diligence zusammenstellt. Lernen Sie Methoden zum Umgang mit festgestellten Risiken im M&A-Bereich kennen und leiten Sie daraus Implikationen für das Compliance Management Ihres Unternehmens ab.

OSRAMs Dynamische Compliance: Führen und Gestalten eines Compliance-Systems in einem sich stetig wandelnden Konzern.

Als Chief Compliance Officer verantwortet Dietmar Prechtel seit 2013 das Compliance System von OSRAM mit den Schwerpunkten Anti-Korruption und Kartellrecht. Zuvor war er zwei Jahre bei OSRAM als Head of Compliance Legal tätig. In dieser Funktion oblag ihm insbesondere der Aufbau des Compliance Regelwerks im Rahmen des Börsengangs von OSRAM sowie die Betreuung der Compliance Untersuchungen weltweit.
In der Zeit von 2007 bis Ende 2011 war er bei Siemens als Senior Legal Counsel in der Compliance Abteilung tätig. Seine anwaltliche Karriere startete er in einer Frankfurter Kanzlei im Bereich des Produkthaftungsrechts.

In seiner Case Study gewährt Dietmar Prechtel exklusive Einblicke in das Dynamische Compliance System der OSRAM und deren Ansatz zum Führen und Gestalten im Bereich Compliance in einem sich stetig wandelnden Konzern. Unter den Schlagworten Börsengang, Umstrukturierungen, Abspaltungen und Neuakquisitionen beschreibt Herr Prechtel den Werdegang seiner Compliance Abteilung unter dem Druck einer Konzernneuausrichtung. Sie erfahren, warum ein statisches Compliance Gebilde nicht immer der richtige Weg sein muss und warum es hilfreich und manchmal zwingend notwendig ist, Prozesse kritisch zu hinterfragen und an Unternehmensinteressen anzupassen. 

Serious Fraud Office UK - The need for and consequences of investigating allegations of corporate wrongdoing cross borders.

Matthew joined the SFO in the summer of 2012 and is currently Head of Bribery & Corruption Division A which deals with investigations and prosecutions relating to both domestic and foreign bribery and corruption.
Matthew has over twenty years’ worth of experience prosecuting serious and complex fraud. From 1994 through to 2003 he worked at the Solicitor’s Office of HM Customs and Excise where he was principally responsible for prosecuting a range of offences including drug smuggling, missing trader fraud, alcohol diversion fraud and money laundering.

Das Serious Fraud Office UK ist die offizielle britische Ermittlungs- und Vollstreckungsbehörde, die dann aktiv wird, wenn der Verdacht auf Betrug unter der industriellen Oberfläche schwelt.
Matthew Wagstaff, Head of Bribery & Corruption Business Area beim SFO gibt auf der CGC nicht nur Einblicke in sein Handlungsgebiet und in Betrugsfälle, mit denen er in der Vergangenheit zu tun hatte. Er wird außerdem deutlich machen, was im Falle einer Ermittlung zu tun geboten ist und wie sich der Brexit auf die Zusammenarbeit mit britischen Behörden auswirken wird.

Die Internationale Unternehmensgruppe unter einem Deferred Prosecution Agreement und Compliance Monitorship – Entwicklung und Implementierung von Kontrollmechanismen sowie deren nachhaltige Überwachung in Risikoländern und Risikogeschäftsbereichen.

Eike Fischer ist deutscher Jurist und gegenwärtig Compliance Officer der weltweiten Festnetzsparte und des Chief Innovation & Operating Office von Nokia.
Nach seinem Berufsanfang im Bankrecht wechselte Herr Fischer 1993 in die Telekommunikationsindustrie. Er arbeitete in verschiedenen Positionen mit regionalen Verantwortungen auf den Gebieten der rechtlichen Projektbetreuung, des Handelsrechts, des Geistigen Eigentums, sowie des Rechts von Handels- und Projektfinanzierungen. Die Übernahme des Anti-Korruptionsprogrammes bei Alcatel-Lucent bereitete das Verlassen der Rechtsabteilung und die Übernahme der Leitung der Compliancefunktion Europe Middle East  & Africa vor. Er betreute diese schwierige Region durch die Zeit des Compliance Monitors unter einem Deferred Prosecution Agreement von Alcatel-Lucent mit dem US Justizministerium.

Eike Fischer wird darlegen, wie es für Alcatel-Lucent zur Auflage des Compliance Monitorships kommen konnte und welche Bedeutung das für den gesamten Konzern hatte. Er wird Ihnen schildern, ob die gerichtlich verodnete Aufsicht eher als Eindringling und Spitzel oder Berater und Stütze gesehen wurde. Wie hat es Alcatel-Lucent letztlich geschafft, die Auflagen zu erfüllen, die Zertifizierung zu erlangen und welche Auswirkungen hat der Vorfall heute noch? Diese Fragen wird Eike Fischer in seiner Case Study beantworten.

Einführung und Ausgestaltung von Compliance-Systemen bei mittelständischen Familienunternehmen.

Guenther Sailer ist seit 01.03.2017 General Counsel und Mitglied der Geschäftsleitung der Home Shopping Europe GmbH in Ismaning (HSE24).
Vor seinem Wechsel nach München war er General Counsel und Vorsitzender des Compliance Boards der Strellson AG mit Sitz in Kreuzlingen/Schweiz. Er hat dort die neu geschaffene Konzernrechtsabteilung der HOLY Fashion Group (Strellson, JOOP!, Windsor) sowie ein Compliance Management System aufgebaut.
Zuvor arbeitete er mehrere Jahre als Unternehmensjurist für die HUGO BOSS AG, manroland AG sowie die SGL Carbon SE. Seine Ausbildung absolvierte Herr Sailer in Augsburg und St. Gallen.

Warum Compliance in einem Familienunternehmen – nur weil man muss? Guenther Sailer beantwortet in seiner Case Study diese und weitere Fragen rund um das Thema Compliance im Familienunternehmen. Er wird aufzeigen, welche Unterschiede sich im Hinblick auf Projektorganisation, die Einbindung von Gremien, Führungskräften und Mitarbeitern aufgrund von Budgetrestriktionen im Vergleich zum Großkonzern ergeben. Neben dem Compliance Board und Ansätze zum Go-Live von Schulungsprogrammen erläutert er außerdem den Aufbau einer effizienten Compliance Dokumentation und seine Herangehensweise bei der Sensibilisierung und dem Schaffen von Verständnis.

Compliance Standards im Spannungsfeld von Unternehmenskultur und Wertemanagement in lokalen und globalen Strukturen

Gesa Heinacher-Lindemann, LL.M. ist für die DNV GL Unternehmensgruppe im Bereich technische Dienstleistungen (ca. 14.000 Mitarbeiter weltweit) tätig. Seit 2008 war sie Compliance Officer der Germanischer Lloyd SE (GL SE), zunächst in der Funktion General Counsel mit einem globalen Team von 22 Mitarbeitern. Seit der Fusion der Germanischer Lloyd (GL) mit dem norwegischen Unternehmen Det Norske Veritas (DNV) im Herbst 2013 ist sie als Group Compliance Officer tätig und baut die neue Compliance Organisation der Unternehmensgruppe auf. Gesa Heinacher-Lindemann gehört zudem seit 2000 der erweiterten Geschäftsleitung der GL SE sowie heute der DNV GL Gruppe an. Vor dem Aufbau der juristischen Abteilung hat sie über mehrere Jahre ein Change Management Projekt geleitet und war zuvor Geschäftsführerin der European Association of Classification Societies.

Gesa Heinacher-Lindemann ist eine Expertin im Bereich Compliance Standards im Spannungsfeld von Unternehmenskultur und Wertemanagement in lokalen und globalen Strukturen. In ihrer Keynote wirft sie die Frage auf, welche Bedeutung die Normen IDW PS 980, ISO 19600, ISO 37001 für die Unternehmenskultur mit sich bringen. Vor dem Hintergrund verschiedener Kulturen und deren Wertevorstellungen sollte das Ziel im international agierenden Unternehmen sein, gemeinsame Werte zu entwickeln, um konkrete Problemfelder umschiffen zu können. Welche das sein können, erfahren Sie aus erster Hand am Beispiel der Fusion der Germanischer Lloyd SE (GL SE) und Det Norske Veritas (DNV).


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